Unser Leben ist längst vernetzt. An vielen Stellen sorgt TÜV SÜD dafür, dass Menschen weltweit den digitalen Alltag sorgenfrei erleben

 


 

WEARABLES

KRANKENSCHWESTERN AUF DER HAUT

Hollywoodstars und Unternehmer tragen sie schon lange, und auch der ehemalige US-Präsident Barack Obama wurde beim Golfspielen schon damit gesichtet: Selftracker – Kunststoffbänder fürs Handgelenk, die mithilfe von Sensoren rund um die Uhr Gesundheitsdaten ihrer  Träger aufzeichnen – erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Einfache Modelle beschränken sich auf körperliche Aktivitäten und messen den Kalorienverbrauch, High-End-Geräte zeichnen den Puls auf und überwachen die Herzfunktion, den Blutdruck oder die Zuckerwerte. Alles im Sinne der Gesundheit der Besitzer.


„Digital Health“ heißt der Trend, der eine Revolution im Gesundheitswesen verspricht. Die Chancen sind riesig – von der Echtzeitüberwachung von Diabetes-Patienten oder pflegebedürftigen Menschen bis zur virtuellen medizinischen Betreuung. Innovative Wearables könnten dann Krankheiten erkennen, auf Ernährungsmängel hinweisen oder Medikamente dosieren.

UND WAS IST MIT DEN RISIKEN?  

»Viele Menschen sorgen sich um den Verlust ihrer Daten«, sagt Asli Solmaz-Kaiser, die den Bereich elektrische und elektronische Konsumgüter bei TÜV SÜD leitet. »Nur klar verständliche Standards, die die Sicherheit der Daten gewährleisten, können das Vertrauen in Digital-Health-Produkte erhöhen und ihnen damit letztlich zum Erfolg verhelfen.«

Mit speziellen Prüfprogrammen zertifiziert TÜV SÜD daher nicht nur die Messgenauigkeit und Gebrauchstauglichkeit der digitalen Helfer, sondern ganz besonders auch die Datensicherheit von Wearables. Und zwar über den gesamten Produktzyklus hinweg – also oft schon in der Entwicklungsphase.

Was die Träger der smarten Gesundheitshelfer mit all den Daten und Gesundheitstipps dann machen, das bleibt ihnen aber am Ende immer noch selbst überlassen.

 


 

DROHNEN

UNBEMANNT IM LUFTRAUM

Manche wiegen nur wenige Hundert Gramm, andere bringen es auf mehrere Kilo, aber sie haben eines gemeinsam: Es werden immer mehr. Unmanned Aircraft Systems, im Allgemeinen Drohnen genannt, sind weltweit echte Verkaufsschlager. Bis zum Jahr 2020 werden wahrscheinlich sieben Millionen der kleinen Fluggeräte in der Europäischen Union unterwegs sein, schätzt die EU-Kommission.


»Ein riesiger, schnell wachsender Markt, in dem es bisher kaum Regulierungen gibt«, sagt Robert Ziegler, Experte für Spielzeug- und Kinderprodukte bei TÜV SÜD. »Auch viele Hersteller und Händler wissen nicht, was sie beim Verkauf von Drohnen beachten müssen.«

Als einer der ersten Dienstleister in Europa bietet TÜV SÜD daher seit dem Frühjahr 2016 Produktprüfungen für Freizeitdrohnen an. Kern der Dienstleistung sind Sicherheitskriterien für die kleinen Flieger, die auf Basis der Erfahrungen aus Spielzeug- und Produkttests entwickelt wurden. Damit gelten für Drohnen beispielsweise bestimmte Anforderungen an die elektromagnetische Verträglichkeit (damit sie beispielsweise nicht von anderen Geräten gestört werden können) oder chemische Anforderungen gemäß der europäischen REACH-Verordnung.

Auch für eigene Prüfungen setzt TÜV SÜD übrigens Drohnen ein, um schwer erreichbare Teile von Anlagen zu begutachten – zum Beispiel die Flügel von Windkraftanlagen.

 


 

AUFZÜGE

SICHER IST SICHER

Unter den „Verkehrsmitteln“ gehören sie zu den sichersten überhaupt: Aufzüge in Wohn- und Geschäftsgebäuden, in Gewerbeimmobilien oder Türmen.


Ein Grund für die Zuverlässigkeit sind die strengen Prüfvorgaben, die unter anderem in Deutschland regelmäßig von Zugelassenen Überwachungsstellen durchgeführt werden. Stellen die Experten fest, dass beispielsweise eine Fangvorrichtung nicht funktioniert oder sich eine Tür über einem leeren Schacht öffnen lässt, müssen Aufzüge schon mal stillgelegt werden.

Noch mehr Sicherheit?

Die könnte zum Beispiel die kontinuierliche Fernüberwachung von Aufzügen mithilfe vieler vernetzter Sensoren und dazugehörigen Datenbanken bieten. Die Prüfer wüssten dann idealerweise bereits vorher, wenn es Probleme an der Anlage gibt. Seit 2016 prüft TÜV SÜD eine solche sensorgestützte Überwachung an mehreren Pilotanlagen in Singapur und Deutschland. »Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend«, sagt Projektleiterin Julia Roelofsen. Vielleicht wird Liftfahren also schon in wenigen Jahren noch sicherer.

 


 

ONLINE

VERTRAUEN IM NETZ

Kleidung, Bücher, Elektronikartikel oder mehr: Der Einkauf im Internet verzeichnet Jahr für Jahr Rekordumsätze. Und TÜV SÜD unterstützt bei der Sicherheit im Netz – und zwar bereits seit 2001!


Rainer Seidlitz hat den Dauerbrenner unter den Online-Siegeln damals entwickelt: »Laut Umfragen ist das TÜV SÜD-Prüfsiegel s@fer-­shopping eines der bekanntesten und renomiertesten am Markt«, erzählt er.

Das Ziel damals wie heute: Kunden sollen beim Einkauf auf Nummer sicher gehen können. Immerhin spielen Vertrauen und Glaubwürdigkeit, zum Beispiel beim Umgang mit Daten oder beim Bezahlvorgang, eine zentrale Rolle. All das nehmen die Experten von TÜV SÜD unter die Lupe – und prüfen sogar bei Vor-Ort-Besuchen die Organisation des Online-Shops oder tauchen mit Testkäufen in die Tiefen des Kaufvorgangs ein.

Schön, dass seit mehr als eineinhalb Dekaden nicht nur Kunden von dieser Präzision profitieren, sondern auch Verkäufer: Studien belegen, dass sich durch vertrauensbildende Maßnahmen wie Prüfsiegel der Umsatz um bis zu 50 Prozent steigern lässt.